Queer As Folk

von Chris Wilson

Als erfolgreiche Folk-Performerin hat SONiA zahlreiche Alben aufgenommen und tourte regelmäßig sowohl in den USA als auch international. Anfang dieses Jahres tourte sie durch Deutschland, um die Veröffentlichung ihrer 19. CD mit dem Titel „By My Silence“ zu feiern.

Anfangs trat sie mit ihrer Schwester CiNDY (Cindy Frank) als "disappear fear" auf und veröffentlichte 1988 ihr erstes Album. Andere Mitglieder traten später der Band bei, aber schließlich gab CiNDY die Tournee zugunsten des Familienlebens mit ihren Kindern auf. SONiA verwendet weiterhin den einprägsamen Namen und das Konzept „lass die Angst verschwinden.“


SONiA hat sich schon immer mit sozialer Gerechtigkeit befasst und für ihre Arbeit in diesem Bereich zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Als sie in Baltimore aufwuchs, wurde sie sich der Ungleichheit zwischen der reichen, mächtigen Elite Washingtons und den benachteiligten Bürgern in ihrer Mitte bewusst. Hier ist sie und beschreibt dies wortgewandt im Lied.

Während sich so viel ihrer Musikarbeit mit dem Anprangern von Ungerechtigkeit befasst, konzentriert sich ihre neueste Veröffentlichung auf ihr jüdisches Erbe und den Anstieg von Antisemitismus. Während ich normalerweise gerne Videos von aktuellen Performances poste, ist dieses Video des Songs „By My Silence“ (geschrieben von Ellen Bukstel und Nick Annis und inspiriert von dem bekannten Gedicht von Pastor Martin Niemöller) besonders kraftvoll und bewegend, also teile ich es hier mit euch:

© 2019 by Folkworks, übersetzt aus Queer As Folk

Kleine Frau ganz groß!

Sonia Rutsteins Album „By My Silence“

von Thomas Waldherr

Beim großen Pete Seeger Tribute von „Americana im Pädagog“ zeigte sie, was sie ausmacht, und warum sie immer mehr Freund*innen gerade auch hierzulande gewinnt. Sonia Rutstein ist eine großartige Musikerin und dazu ein ganz bescheidener und unprätentiöser Mensch. Sie ist eine Teamplayerin und fügte sich ganz selbstverständlich in die große Musikerschar ein. Solche Leute braucht man, um solche Konzerte erfolgreich durchführen zu können.

Sonia sang an diesem Abend mit bei „Where Have All The Flowers Gone“, „Turn! Turn! Turn!“ und „We Shall Overcome“ und brachte Solo „Rainbow Race“, mit Unterstützung von Cuppatea „Wimoweh“, und vom gesamten Ensemble begleitet „Guantanamera“. Ganz selbstverständlich wollte sei dabei sein, wenn der Mann geehrt wird, mit dem sie beim Clearwater-Festival zusammen gesungen hat, und der auch ihr ein großes Vorbild ist. Man spürt das bei ihrem Engagement. Ganz selbstverständlich verbindet sie Musik mit politischem Engagement. Und dabei steht stets der Mensch im Mittelpunkt und keine Parteitaktik.

Ihr aktuelles Album „By My Silence“ ist ein Ausdruck dessen. Gleich der erste Song zeigt auf, wie irre diese Welt ist, wenn politische Systeme Menschen brechen wollen, die etwas angeblich unbotmäßiges getan haben. So ist die junge sunnitische Muslima Nudem Durak in der Türkei zu 19 1/2 Jahren Haft verurteil worden, weil sie kurdisch gesungen hat. „A Voice For Nudem Durak“ braucht dann auch nicht viel Text um diesen Wahnsinn anzuprangern und um Nudem zuzurufen: „Wir singen für Dich, Deine Stimme wird gehört. Wir sind eine Familie, wir sind eine Welt.“

Schon länger im Programm von Sonia Rutstein und nun endlich auf Platte ist „By My Silence“, ein Song, der von den berühmten Worten Martin Niemöllers inspiriert ist: „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“ In ihren Liner Notes sagt sie über das Lied, das von Nick Annis und Ellen Bukstel stammt, es sei ein Wecker: „Es ist Zeit aufzuwachen und Widerstand zu leisten!“

Neben den Protestsongs setzt sie sich auf diesem Album auch ganz intensiv mit ihrer jüdischen Herkunft auseinander. So hat sie für den Nachbarsjungen mit „Light In You“ einen Hanukka-Song geschrieben, singt mit „Eleh Chamda Libi“ und „Oseh Shalom“ zwei israelische Folksongs und mit „Hatikva“ sogar die israelische Nationalhymne.

Und dann gibt es noch den fröhlichen Song „Wandering Jew“. Der Song ist der Ausdruck der mittlerweile tiefen Verbundenheit mit Deutschland. Mit dem Deutschland bzw. der Menschen in Deutschland, die um die dunklen Seiten der Vergangenheit des Landes wissen und sowohl ihr als Jüdin als auch Geflüchteten in Not eine Heimstatt bieten wollen. Immer länger werden Ihre Tourneen in Deutschland. Kein Wunder, singt sie doch „Welcome to the new Land of the Free, I’m a little Jew Wandering in Germany, Welcome to the new Land of the Free, I’m a little Jew wondering in Germany“. Und hier ist dann auch die Würdigung von Pete Seeger platziert: „Seeger said this was a rainbow race, nobody here is out of place“. Für Sonia Rutstein gibt es nur eine Welt und alle Menschen sind eine Familie. Auch sie singt mit Verve gegen das „Othering“ an.

Bleiben noch zwei langsame Songs zu erwähnen. Das eine, „Hallelujah“, ist eine Verbeugung von Sonia, der Cousine des Songwriter-Papstes Bob Dylan, vor einem anderen großen Songwriter – Leonard Cohen. Und ganz zum Schluss dieses wunderschönen Albums stellt sie sich Fragen. Alte Fragen zwar, die aber immer wieder kehren. Warum bin ich lesbisch? Warum, warum, warum? Auch Jahre nach dem Coming-Out bewegt sie das. Und sie lässt uns an den Sorgen teilhaben und an ihren Zweifeln, geht aus der Deckung, ist ungeschützt. Um dann aber doch mit großer Bestimmtheit festzustellen „Es ist okay, dass ich der bin, der ich bin“. Und auch das macht diese kleine, zierliche Frau zu der großen Künstlerin, Sängerin und Songschreiberin und dem großartigen Menschen Sonia Rutstein!

© CowboyBandBlog, 11.05.2019

Folkmusic

Sonia Rutstein: Ihre Lieder berühren Herz und Seele

Maximilian Hulisz

Sonia Rutstein bei ihrem ersten Auftritt in Bottrop - in der Kulturkirche. Foto: Joachim Kleine-Büning

Die amerikanische Singer-Songwriterin Sonia Rutstein trat jetzt in der Bottroper Kulturkirche auf. Die Cousine von Bob Dylan berührte ihr Publikum.

Bottrop.  Die amerikanische Singer-Songwriterin Sonia Rutstein war zu Gast in Bottrops Kulturkirche. Mit ihrem kritischen Programm machte sie nachdenklich.

Die amerikanische Sängerin und Gitarristin Sonia Rutstein kam auf ihrer Deutschland-Tour erstmals auch nach Bottrop - und brillierte in der Kulturkirche Heilig Kreuz mit griffigen Folk-Rhythmen und Texten, die Herz und Seele berührten.

Zwischen Anklage und Ironie

Sie sprach in ihren Songs Themen wie das Arbeiterleben oder die anhaltende Ungerechtigkeit auf der Welt an. Die Diskriminierung von Minderheiten oder die persönliche Beziehung zu Gott spielten in einigen Titeln eine Rolle, die stets einen speziellen Dreh durch einen ironischen Unterton oder eine genau hinterfragende Perspektive erhielten.

Obwohl für die Verhältnisse der Kulturkirche nur wenige Gäste zum Auftritt der renommierten Künstlerin gekommen waren, gelang es die Musikerin, eine dichte, zuweilen sogar spannungsgeladene Atmosphäre zu schaffen und sich in eine eigene musikalische Welt zu spielen.

Ausgereifte Interpretation

Die Cousine von Bob Dylan überzeugte vor allem durch ihre Stimme, die sie in unterschiedlichen Tonhöhen einsetzte. Rutstein gab sich selbst den Takt mit den Füßen vor, während sie die Gitarrensaiten mit den Fingern schlug und dazu zuweilen noch eine Mundharmonika spielte. Das war fast schon ein Ganzkörpereinsatz. Aber alles wirkte harmonisch, ausgereift, auch wenn einige Melodien zuweilen an Titel des berühmten Cousins erinnerten.

Songs wie „Won’t let go” kündigte sie mit dem Beisatz an, „das ist ein Song, den ich für meinen Vater geschrieben habe.“ Zu anderen Stücken erzählte der Star, der sich häufig für politische Minderheiten einsetzt, eine persönliche Entstehungsgeschichte. Natürlich durften auch tragende Coversongs nicht fehlen. Rutstein packte „Hallelujah“ von Leonard Cohen und „Imagine“ von John Lennon aus.

Einen besonderen Konzertmoment erzeugte die Musikerin, als sie ein Lied für die kurdische Künstlerin Nudem Durak anstimmte, die derzeit in der Türkei für neunzehneinhalb Jahre im Gefängnis sitzt, da sie kurdische Lieder gesungen hatte. „Ich hoffe, dass viele andere Gruppen diesen Song aufgreifen und in andere Sprachen transportieren.“

Vielleicht gibt es ein Wiedersehen

Die prägnante Schlusszeile des Liedes „we are one family, we are one world” („wir sind eine Familie, wir sind eine Welt“) stimmte das Publikum nachdenklich. Auf begeisterten Applaus folgte eine Zugabe mit Blues-Elementen sowie die Ankündigung, im nächsten Jahr wieder nach Deutschland zu kommen - und vielleicht auch wieder in der Kulturkirche zu spielen.

© WAZ Bottrop, Donnerstag, 09.05.2019

Bensheim

Sonia Rutstein am Freitag im PiPaPo

Bensheim.Sonia Rutstein ist während ihrer Deutschlandtournee wieder einmal im PiPaPo-Kellertheater zu Gast. Ihr Konzert am Freitag (12.) beginnt um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr.

Sonia Rutstein, nach Angaben der Veranstalter eine Cousine von Bob Dylan, ist ein Liedermacherin aus Baltimore (USA), die seit mehr als 30 Jahren weltweit mit ihren Liedern das Publikum begeistert. Von ihren Songs in Spanisch, Hebräisch, Arabisch und Englisch hat Rutstein über eine Millionen Einheiten verkauft.

Die neue CD „By my silence“ reflektiert den aktuellen Rechtsruck weltweit und fordert die Hörer auf, ihre Stimmen für eine freiere Welt zu erheben.

In der Ankündigung heißt es: „Die Ehrlichkeit ihrer Lieder berührt die Herzen und Köpfe der Menschen, die sich alle die Vision einer positiven Welt teilen. Diese Stimme, diese Gitarre, fesselnder Sound und Weisheit in ihren Songs erobern die Fans im Sturm.“ red/Bild: Lea Morales

© Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 11.04.2019

Folk Roots/Folk Branches with Mike Regenstreif
Donnerstag, 11 April 2019
SONiA disappear fear - By My Silence

SONiA disappear fear
By My Silence
Disappear Records
soniadisappearfear.com

Die Schwestern Sonia Rutstein und Cindy Frank gründeten disappear fear als Folk-Rock-Band, deren Material sich auf soziale Gerechtigkeit konzentrierte. Die inzwischen als Solokünstlerin arbeitende Rutstein tourt und veröffentlicht nun als SONiA disappear fear.

By My Silence, Sonias neuestes Album, wurde von den wachsenden Wellen des Antisemitismus inspiriert, die sie in den letzten Jahren beobachtet und erlebt hat.


Der vielleicht mächtigste Original-Song Sonias auf dem Album ist "Wandering Jew," ein fröhliches, hymnisches Lied, in dem sie ihre jüdische Identität geltend macht. Sie erinnert daran, dass ihre eigenen Vorfahren Flüchtlinge waren, und findet mit zeitgenössischen Flüchtlingen gemeinsame Sache. Ein weiteres ist "A Voice for Nudem Durak," ein auf kurdisch und englisch gesungenes Lied der Solidarität mit einer sunnitisch-muslimischen Frau, die zu 19,5 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil sie öffentlich in der Türkei auf kurdisch gesungen hatte.

Ein paar Lieder markieren jüdische Feiertage. Sie schrieb "Light in You" für einen jungen Nachbarn, der enttäuscht war, dass im Festkonzert seiner Schule keine Chanukka-Lieder enthalten waren, während "Ahavnu (We Have Loved)" die Worte von Rabbi Abraham Isaac Kook für ein Jom Kippur-Gebet darstellt.

Sonia inkludiert außerdem fesselnde Versionen von „By My Silence,“ einem Lied von Nick Annis und Ellen Bukstel, das auf dem berühmten Gedicht der Holocaust-Ära von Pastor Martin Niemöller basiert, und Leonard Cohens „Hallelujah.“

Bemerkenswert sind auch ihre Versionen der israelischen Volkslieder „Elel Chamda Libi“ und „Oseh Shalom“, die auf Hebräisch gesungen werden, ebenso wie eine atemberaubend schöne Version von „Hatikvah“, gesungen als gebetsähnliche Meditation über die Gefühle der Hoffnung, das im Herzen der israelischen Nationalhymne reflektiert wird.

Und in „Who I Am (Say Amen)“ scheint Sonia, eine Lesbe, mit ihrer Mutter und mit Gott über ihre Sexualität zu sprechen. „Mama, ist es in Ordnung, wenn ich bin, wer ich bin,“ fragt sie am Ende des ersten Verses. Sie stellt die Frage im zweiten Vers an Gott und fordert Gott auf, zu sagen, es sei in Ordnung. Es ist okay, sie schließt am Ende des Liedes und sagt "Amen."

Sonia und ich haben uns unterhalten, als wir beide auf der Folk Alliance International-Konferenz im Februar in Montreal waren. Sie erzählte mir, dass sie am Freitag, dem 26. Oktober 2018, ihr Album fertiggestellt hatte, und dann den Fernseher und alle elektronischen Geräte für den Shabbat ausschaltete. Am nächsten Abend, als sie die Nachrichten einschaltete, erfuhr sie von dem Massaker an 11 jüdischen Gläubigen in der Tree of Life-Synagoge in Pittsburgh.

Wie die Songs von By My Silence zeigen, ist SONiA disappear fear eine überzeugende und wahrhaft furchtlose Künstlerin.

Sonia Rutstein is coming to Oestrich

The American singer is in Oestrich for the fourth time, following the invitation of the Catholic Public Library and Idstein bookstore.

The singer and songwriter Sonia Rutstein is coming to Oestrich for the fourth time next week.

OESTRICH - (red). Sonia Rutstein has already been in Oestrich three times, and is stopping by the Oestrich-Winkel quarter of town again on Thursday April 4, as part of her yearly spring tour. The singer and guitarist from Baltimore, a cousin of Bob Dylan's, wants to inspire listeners once more with a mix of blues, rock and American folk. Her songs, most of which she wrote herself, aren't protest songs, they are meant to give courage to live your life. Rutstein, who also sings and plays famous cover songs, is a guest in Oestrich following the invitation of the Catholic Public Library and Idstein bookstore.

The concert starts at 8 PM in the vaulted cellar of the parish center at Rheinstraße 19 (enter via Zehnthofstraße). Doors open at 7.30 PM. Admission is free. Reservations via www.buchhandlung-idstein.de. Drinks and snacks will be available.

Sonia Rutstein kommt nach Oestrich

Zum vierten Mal macht die amerikanische Sängerin auf Einladung der Katholischen Öffentlichen Bibliothek und der Buchhandlung Indstein in Oestrich Station

Die Sängerin und Songwriterin Sonia Rutstein kommt nächste Woche zum vierten Mal nach Oestrich.

 

OESTRICH - (red). Dreimal war Sonia Rutstein schon in Oestrich, am Donnerstag, 4. April, macht sie auf ihrer jährlichen Frühjahrstournee erneut im Oestrich-Winkeler Stadtteil halt. Die Sängerin und Gitarristin aus Baltimore, eine Cousine von Bob Dylan, will mit einer Mischung aus Blues, Rock und American Folk auch dieses Mal wieder ihre Zuhörer begeistern. Ihre Songs, die sie zum großen Teil selbst getextet hat, sind keine Protestlieder, sie sollen Mut zum Leben machen. Rutstein, die auch bekannte Songs singt und spielt, ist auf Einladung der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Martin Oestrich und der Buchhandlung Idstein in Oestrich zu Gast.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr im Gewölbekeller des Pfarrzentrums in der Rheinstraße 19 (Zugang Zehnthofstraße). Einlass ist ab 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten. Anmeldung unter: www.buchhandlung-idstein.de. Für Getränke und einen kleinen Imbiss ist gesorgt.

https://www.wiesbadener-tagblatt.de/lokales/rheingau/oestrich-winkel/sonia-rutstein-kommt-nach-oestrich_20042850

Besigheim: Music School as Nucleus

American musician Sonia Rutstein has chosen Besigheim as her German hometown: For the sixth time, the singer and songwriter from Baltimore / Maryland will be playing in the wine village. Sonia Rutstein has a name in the American folk and blues scene. Here in Germany she loves performing in smaller clubs. On her list you will find mainly cabarets such as the Kulturgewächshaus in Birkenried or the "Eine-Welt-Haus" in Munich.

The Steinhaus too, or rather its Gewölbekeller in Besigheim for more than ten years now is among the musician's favorite places to play. She has been performing for more than 30 years, during which time she has released 20 albums. Her humanitarian way of thinking is heard. Their music is considered unique and so distinctive that the petite woman with Jewish roots is immediately recognizable by the sound of her voice and her style, whether she sings in Spanish, Hebrew, Arabic or English. She is the cousin of Bob Dylan and accompanies herself on guitar, piano and on the accordion.

John Pearse helped

Sonia Rutstein's songs send out messages of peace, tolerance and a human, social togetherness. And the American from Baltimore has power of ten giants. No wonder she was invited by British musician John Pearse, who met her in Los Angeles, to appear at the Musikmesse in Frankfurt. There, extraordinary musicians are put in the right light and have a huge audience. That was twelve years ago.

Because John Pearse, who wrote songs himself and built special instruments, was living in Besigheim back then, the American discovered the picturesque town two years later. Today she calls Besigheim her German adopted home and is familiar with many people here. Which is the way that Sonia meets people: friendly and open-minded, warm and collegial.

The music school in the Steinhaus is their nucleus in Besigheim. Here she greets young guitarists who meet her in the corridor. She has already given five concerts and wants to present her new CD live on Sunday, March 17th. Titled "By my silence", the disc is about outsiders of society and about the quuiet strength of changing social wrongs. A few love songs will be among them, she announces.

Broad spectrum

Many listeners appreciate the honesty found in her songs. With their broad spectrum, they touch people of different social and ethnic backgrounds. She reaches those who share her vision of a positive world and turns every tone and every sung word into an ambassador of her humanitarian spirit.

Info The concert of Sonia Rutstein will take place on Sunday, March 17th. It starts at 6 pm in the Gewölbekeller of the Musikschule im Steinhaus. Tickets are available at Bürger-Info in Besigheim town hall and in the music school.

© Foto: Susanne Yvette Walter

© Foto: Susanne Yvette Walter

Besigheim / Susanne Yvette Walter

Die amerikanische Musikerin Sonia Rutstein hat Besigheim zu ihrer  deutschen Heimatstadt  auserkoren: Zum sechsten Mal bespielt die Sängerin und Liedermacherin aus Baltimore im US-Staat Maryland den Weinort. Sonia Rutstein hat in der amerikanischen Folk- und Bluesszene einen klangvollen Namen. Hier in Deutschland liebt sie den Auftritt in den kleineren Clubs. Auf ihrer Liste finden sich vorwiegend Kleinkunstbühnen wie das Kulturgewächshaus in Birkenried oder das „Eine Welt-Haus“ in München.

Auch das Steinhaus oder vielmehr dessen Gewölbekeller in Besigheim gehört seit mehr als zehn Jahren zu den Lieblingsspielorten der Musikerin, die seit mehr als 30 Jahren auf der Bühne steht und in dieser Zeit 20 Alben herausgebracht hat. Ihr humanitäres Denken wird gehört. Ihre Musik gilt als einzigartig und so markant, dass man die zierliche Frau mit jüdischen Wurzeln sofort am Sound ihrer Stimme und an ihrer Spielart erkennt, ob sie nun auf Spanisch, Hebräisch, Arabisch oder Englisch singt. Sie ist die Cousine von Bob Dylan und begleitet sich selbst auf der Gitarre, am Klavier und auf dem Akkordeon.

John Pearse half mit

Es sind Botschaften von Frieden, Toleranz und einem menschlichen, sozialen Miteinander, die Sonia Rutsteins Lieder aussenden. Und dabei hat die Amerikanerin aus Baltimore Power für zehn Riesen. Kein Wunder, dass sie der britische Musiker John Pearse, der sie in Los Angeles traf, einlud auf der Musikmesse in Frankfurt mitzuwirken. Dort werden markante Musiker ins richtige Licht gesetzt und haben ein Riesenpublikum. Das war vor zwölf Jahren.

Weil John Pearse, der selbst komponierte und besondere Instrumente baute, damals schon in Besigheim lebte, entdeckte die US-Amerikanerin das malerische Städtchen zwei Jahre später. Heute nennt sie Besigheim ihre deutsche Wahlheimat und ist mit vielen Leuten hier per Du. Und genauso geht Sonia auf die Menschen zu: offen und aufgeschlossen, herzlich und kollegial.

Die Musikschule im Steinhaus ist ihre Keimzelle in Besigheim. Hier grüßt sie Nachwuchsgitarristen, die ihr auf dem Gang begegnen. Hier gab sie schon fünf Konzerte und will am kommenden Sonntag, 17. März, live ihre neue CD vorstellen. Die Scheibe mit dem Titel „By my silence“ befasst sich mit Außenseitern der Gesellschaft und mit der Kraft, die in der Ruhe liegt, um Missstände zu verändern. Auch ein paar Liebeslieder werden darunter sein, kündigt sie an.

Breites Spektrum

Viele Zuhörer schätzen die Ehrlichkeit, die in ihren Liedern liegt. Mit ihrem breiten Spektrum berührt sie Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft und mit verschiedenen ethnischen Hintergründen. Sie erreicht die, die mit ihr die Vision von einer positiven Welt teilen und macht aus jedem Ton und aus jedem gesungenen Wort einen Botschafter ihres humanitären Geistes.

Info Das Konzert von Sonia Rutstein findet am Sonntag, 17. März, statt. Es beginnt um 18 Uhr im Gewölbekeller der Musikschule im Steinhaus. Karten gibt es bei der Bürger-Info im Rathaus Besigheim und in der Musikschule.

(via https://www.swp.de/suedwesten/staedte/besigheim/die-musikschule-als-keimzelle-30414061.html)